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Wasserwechsel

Wasserwechsel im System ist ein wichtiger Faktor. Die Frage, die sich jedoch stellt:

Wie viel Wasser sollte  gewechselt werden?
Die Größe des Wasserwechsels ist abhängig von der Futtermenge und dessen Zusammensetzung, der Besatzdichte, der Leistungsfähigkeit des Filtersystems, dem Arzneimitteleinsatz (danach) und der sonstigen Wasserbelastung (z.B. Laubeintrag, Laichzeit).
Beim Wasserwechsel sollte der Teichfreund keinesfalls sparen. Im Zweifelsfalle sollte lieber zu viel, als zu wenig Wasser gewechselt werden, um auf der sicheren Seite zu sein. Es ist sicherlich kein Fehler täglich 1% und mehr Wasser zu wechseln. Japanische Züchter wechseln  sogar wöchentlich bis zu 200% Wasser wechseln, weil sie günstige Frischwasserquellen haben.

Von frischem Wasser sind bisher die wenigsten Fische gestorben, während belastetes Wasser schon sehr oft zu Problemen geführt hat.

Aufgaben des Wasserwechsels

Ein regelmäßiger und ausreichend dimensionierter Wasserwechsel ist angebracht, um den Lebensraum der Koi zu verbessern. Das Wasser ist Lebensraum und Toilette der Fische zugleich. Den Wasserwechsel kann man am besten mit der Lüftung eines geschlossenen Raumes vergleichen. Sobald das Fenster geöffnet wird kommt frische Luft hinein und verbessert das Klima. Die Verbesserung ergibt sich aus:

  • Austragung von Stoffen 
  • Eintrag von Mineralstoffen und Spurenelementen, die von den Organismen im Teich gebraucht werden
  • Reduktion der Keimzahl
  • Ergänzung des Verlustes durch Verdunsten


Der Filter ist nicht in der Lage alle Stoffe abzubauen. Dazu gehören z.B. bestimmte Stoffwechselprodukte der Koi und Filterbakterien. (z.B. Nitrat, Phosphat, Huminsäuren) Die Konzentration dieser Stoffe würde ohne Wasserwechsel immer höher. Zu hohe Nitrat- und Phosphatwerte begünstigen das Algenwachstum. Naturgemäß sinkt der Gehalt durch einen Wasserwechsel. Das Nachfüllen von verdunstetem Wasser kann nicht zum Wasserwechsel gezählt werden, weil dadurch kein Schmutz aus dem System entfernt wird.

Die Koi benötigen für ihre optimale Entwicklung verschiedene Mineralien und Spurenelemente. Das Frischwasser dient auch dazu Mineralstoffe zu ergänzen, die von den Koi, den Mikroorganismen des Biofilters und den Pflanzen verbraucht werden.

Der Koifreund ist nicht in der Lage alle Konzentrationen von Mineralstoffen, Spurenelementen und den Keimdruck zu ermitteln. Der Wasserwechsel sorgt dafür, dass die Keimanzahl im Wasser auf ein gesundes Maß reduziert wird. Einerseits werden Keime durch den Wasserwechsel ausgeschwemmt. Viel wichtiger ist aber, dass durch den Wasserwechsel Stoffe ausgeschwemmt werden, die den Keimen als Nahrung dienen können. So verursacht ein regelmäßiger Wasserwechsel indirekt eine niedrige Keimzahl.

Keime leben zwar in ständiger Konkurrenz mit anderen Mikroorganismen und dem Immunsystem der Koi jedoch ist die Besatzdichte in unseren Koiteichen oftmals im Vergleich zur Wassermenge und zu normalen Gewässern (>=100m³)  recht hoch, sodass der Keimdruck immer höher ansteigt. Ob unser Filter und die Wasserpflanzen diesen Druck auf ein normales Maß reduzieren lässt sich nicht ohne weiteres feststellen.

Je optimaler die Menge Wasserwechsels auf die  erwähnten Einflussfaktoren angepasst ist, desto besser haben es unsere Koi in ihrem Lebensraum. Es gibt Teiche, die kommen ohne oder mit einem sehr geringen Wasserwechsel aus, weil die Aufgaben des Wasserwechsels auf andere Art und Weise gelöst werden. Aber ob dies bei unserem eigenen Teich funktioniert, das wollen wir doch lieber nicht erst ausprobieren?

Wie wechselt man das Wasser am sinnvollsten?
Das Ablassen geschieht durch die Bodenventile der Biokammern und Absaugen der Absetzkammer. Der Frischwasserzulauf geschieht über einen frostsicher eingebauten Wasserhahn. Von da aus geht ein Wasserschlauch zur Pumpenkammer. Fast jeder hat schon mal dabei vergessen, den Hahn wieder zu schließen. Damit uns das nicht passiert, kommt an den Wasserhahn eine Gardena Bewässerungsuhr mit automatischer Abschaltung.
Beregnungsdauer von 5-120 Min. EAN 4078500116909.
Dort wählt man eine Zeit vor und nun läuft die gewünschte Menge Frischwasser automatisch in das System. Je nach Druck und Querschnitt laufen 1,5 - 3,5m³ pro Stunde dort durch.

Der regelmäßige Wasserwechsel gibt uns mehr Zuversicht, dass die Wasserparameter für unsere Fische optimaler sind als ohne Wasseraustausch.

Wichtig ist  zu wissen, dass die Werte des Wassers  mit dem die Wasserwechsel durchgeführt werden wichtig sind. Denn durch den Wasserwechsel soll sich das Teichklima verbessern und nicht verschlechtern.

Welches Wasser kann für den Wasseraustausch verwendet werden?

Redakteur: Björn

 
 
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