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Feinfilterung
Die Bakterien im Biofilm besitzen eine klebrige Hülle. Diese führt nicht nur dazu, dass sie zu einem Biofilm oder zu Mulmflocken zusammen kleben. Vielmehr kann ein gut eingefahrener Biofilter feinste Teilchen aus dem Wasser heraus filtern. Schwebeteilchen, die kein Trommel- oder Vliesfilter aus dem Wasser holen könnte, bleiben am Biofilm kleben. Darüber hinaus sieden in manchen Substraten Filtrierer, zum Beispiel Rädertierchen. Das sind Tiere, die aus dem Freiwasser schwebende Teilchen einfangen, um diese zu fressen. Für uns stellt das eine sehr nützliche Tätigkeit dar. Die Filtrierer können aber nur dann eine stabile Population im Biofilter aufbauen, wenn sie nicht regelmäßig durch eine gründliche Reinigung in die Kanalisation gespült werden. So entsteht die gute Feinfilterung in Schaumstoff oder ruhendem Helix. Die ausgefilterten Schwebeteilchen werden stofflich in den Biofilm eingebaut und anschließend abgebaut. Erfahrungen zeigen uns, dass lebende Schwebalgen nicht "gefangen" werden können, diese haben offensichtlich einen Abwehrmechanismus.
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