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Extra-Technik

Der Teich würde in vielen Fällen auch ohne die hier vorgestellte Technik auskommen. Aber was tut man nicht alles zum Wohle der Koi? Was braucht man nicht alles für den vollen Bastelspaß?

Das Messen des PH Wertes

Am genauesten kann der PH Wert mit einem PH Meter ermittelt werden.
Wichtig bei der Anschaffung so eines Gerätes ist, dass eine zwei-Punkt-Kalibrierung an dem Gerät vorgenommen werden kann. Auch eine Temperaturkompensierung muß vorhanden sein.
Das heißt, es wird parallel zum PH Wert, gleichzeitig die Wassertemperatur gemessen. Im Messgerät wird automatisch der richtige PH Wert zur jeweiligen Wassertemperatur errechnet.
Der PH Wert und auch die Wassertemperatur wird im Display des Gerätes angezeigt.
Die PH-Messsonden müßen mit entsprechender PH-Pufferlösung kalibriert werden, damit sie richtig messen können.
Für unser Teichwasser sollte beim Kalibrieren immer mit zwei Pufferlösungen gearbeitet werden.

Liegt der zu erwartende Teichwasser PH-Wert im sauren Bereich:
so sollten folgende beide Pufferlösungen für den Kalibriervorgang benutzt werden.
PH 4.01 und PH 7.01

Liegt der zu erwartende Teichwasser PH-Wert im akalischen Bereich:
dann die Pufferlösungen PH 7.01 und Ph 10.01 benutzen.

Der Grund dieser beiden unterschiedlichen Pufferlösungsbereiche ist folgender:

Je genauer die beiden verwendeten Pufferlösungen an den tatsächlichen zu erwartenden vorhandenen Messbereich rangelangen, je genauer fällt auch das Messergebnis aus.
Da sich intern/innerhalb des vom Werk eingestellten Messverfahren/Rechenwerten,
das jeweilige Messgerät am besten zwischen diesen zwei Bereichen orientieren kann.
Die Pufferlösungen sind immer Reverenzen für die jeweilige ablaufende Messungen.
Je dichter die verwendeten Pufferlösungen an den tatsächlich vorhandenen "Proben" liegen, je genauer auch das Messergebniss.

Richtig gute PH-Meter, die können auch mit 4 oder noch mehr Pufferlösungen gefüttert umgehen,
nur das ist nun echt nicht nötig für unsere Koiteichwasseruntersuchung.


Der Kalibriervorgang wird von dem Gerätehersteller an sich immer gut beschrieben.
Die Sonde des PH Messgerätes unterliegt einer natürlichen Alterung. Je nach Beschaffenheit des Wassers, wo sie eingesetzt wird und auch die Pflege/Handhabung beeinflussen ihre Lebensdauer.
Ist die Sonde z.B. zur Permanentmessung eingesetzt, sollte sie mind. 1 mal im Monat gereinigt werden.

Wird die Sonde nur gelegentlich verwendet, so besteht die Gefahr, dass sie "austrocknet".
Die dann gelieferten Messergebnisse sind unbrauchbar, die Sonde muß gereinigt und neu kalibriert werden.
Um ein Austrocknen der Sonde zu verhindern, muß die Sonde bei Nichtgebrauch zwingend in einem Behältnis stehen, welches mit Elektolytlösung (Aufbewahrungslösung) befüllt ist.
Die Sonde darf nicht im destilliertem Wasser aufbewahrt werden!
Im allgemeinen wird so ein Aufbewahrungsbehältnis (Kappe) von dem Gerätehersteller mitgeliefert,
auch dessen Handhabung erklärt.
Am besten alle benötigten Puffer-Reinigungs-Aufbewahrungslösungen mit dem PH-Messgerät zusammen kaufen.
Mit einem Handmessgerät wird am einfachsten direkt im Teich neben dem Wassereinlauf gemessen. Dort herrscht eine leichte Anströmung der Sonde.

Um zu überprüfen, ob der gelieferte Messwert auch richtig ist, kann die Sonde in eine Pufferlösung gehalten werden ohne den Geräte-Kalibriermodus zu verwenden. Dabei besteht aber die Gefahr, dass die Pufferlösung verpanscht/verwässert wird.
Einfacher ist es, den PH-Wert vom frischen, kaltenTrinkwasser zu messen. Der ist an sich sehr konstant und stellt eine gute Referenzmessung dar. Das beinhaltet natürlich, dass man die Werte seines Trinkwasser kennt. Es gehört zur Grundvorraussetzung der Fischhaltung dazu, dass man das Befüllwasser kennt.
Einfach beim Wasserversorger oder der zuständigen Gemeinde vorbei schauen und nach der aktuellen Trinkwasseranalyse verlangen. Sie sind zu der Herausgabe gesetzlich verpflichtet.
Wenn bei den Referenzmessungen kleine Abweichungen in der Nachkommastelle auftreten ist alles noch OK.

 

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