Nach Forschungsergebnissen aus Deutschland soll sich der Virus nach derzeitigem Stand nur bei einem akuten Krankheitsausbruch verbreiten. Nur dann kann der Fisch so viel Viren ausstoßen, um auch andere zu infizieren.
Fisch zu Fisch - sehr wahrscheinlich
Schleim an Gerätschaften (Kescher...) - Wahrscheinlich
Wasser - Über kurze Distanzen wahrscheinlich. Bei Ausbrüchen in einer Anlage sind meist die Fische in mehreren Becken betroffen.
Über längere Distanzen ist eine Infektion wohl unwahrscheinlich. Ein Tierarzt, der häufig mit KHV zu tun hatte, berichtete von KHV in Speisekarpfenbeständen. Teiche, die tiefer lagen und mit diesem Wasser durchströmt wurden, wurden nicht infiziert.
Andere Fische Goldfische und Graskarpfen können das Virus auch übertragen (Laves Fischseuchenstatistik). Von anderen Karpfenartigen wird es zumindest vermutet.
Andere Tiere Frösche und Vögel, die von Teich zu Teich wandern, kommen für eine Verbreitung der Infektion auch in Frage. Doch da es schon benachbarte Teiche gegeben hat, von denen die Seuche nur in einem von beiden ausgebrochen sein soll, dürfte dieser Verbreitungsweg nicht alltäglich sein.