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Koi fangen

Gestatten Sie mir noch ein Wort zum Thema „Fangen von Koi“.

Jegliches Fangen bedeutet für alle Koi im Teich natürlich Streß. Wenn es unbedingt nötig ist, daß Sie einen Koi fangen müssen (Behandlung), dann sollte dies so schnell und schonend wie möglich passieren. Jagen Sie die Koi auf keinen Fall „stundenlang“ durch den Teich. Wenn Sie nur einen Koi fangen müssen, dann tragen Sie den Kescher so zum Teich, daß es für die Koi nicht sofort sichtbar ist.

Bereiten Sie vorher alle notwendigen Geräte vor, damit Sie nicht dann springen müssen wenn der Fisch bereits im Kescher ist. Zum schonenden Fangen gehört ein großer stabiler Kescher mit feinmaschigem Netz an dem sich die Koi nicht verletzen können (zu grobes Netz, überstehende Teile u.s.w) und einen Sackkescher für den kurzen Transport zum Behandlungsbecken. Heben Sie nie den Fangkescher mit dem Koi aus dem Wasser! Verwenden Sie keine Kescher, die ein helles oder weißes Netz haben, da die Koi dieses sehr gut erkennen können und meistens schon sehr früh ausweichen und noch mehr Angst bekommen. Das bedeutet dann sicher Jagen ohne Ende. Bringen Sie den Kescher erst in den Teich, wenn sich der betreffende Koi an einem geeigneten Ort aufhält. Positionieren Sie den Kescher immer vor den Koi, damit der Kopf in Richtung Keschernetz zeigt. Nähern Sie sich mit dem Kescher nicht von der Seite oder von hinten, da der Koi sonst sehr schnell durch eine heftige Flossenbewegung entkommt und Sie ihn vielleicht noch seitlich oder an der Flosse verletzen. Es ist halt wie beim Menschen, wer geht schon gern zum Zahnarzt, wo die Schmerzen schon oft vorprogrammiert sind. Also dürfen Ihre Koi am besten keine schlechten Erfahrungen (Verletzungen, Schmerzen) mit Ihnen machen, desto schneller werden sie zahm. Auch durch schonende Behandlung beim Fangen kann der Koi Vertrauen zu Ihnen entwickeln, weil er genau weiß, daß ihm nichts passieren wird.

Bei allen obigen Punkten ist zu sagen, daß der Koi schnelle oder heftige Bewegungen von ihm unbekannten oder nicht zu erkennenden Objekten als Gefahr von natürlichen Feinden interpretiert. Sie müssen also Ihre Koi davon „überzeugen“, daß Sie am Teich keinen natürlichen Feind verkörpern, der durch Bewegung versucht ihn zu fangen. Deswegen ist die verbrachte Zeit mit den Koi so wichtig. Je länger Sie sich mit ihren Koi abgeben, Ihnen direkt Futter geben und sie einfach nur beobachten, desto mehr werden die Koi Sie nicht mehr als „Gefahrenquelle“ interpretieren, sondern Sie als Teil Ihrer Umwelt akzeptieren und Ihnen vertrauen. Die meist sehr große Neugier und der enorme Appetit der Koi wird Sie dabei sehr unterstützen.

Weitere Tipps von Pfiffikus:
Und noch etwas. Hin und wieder sind mal einige Arbeiten am und im Teich zu erledigen, bei denen ein Erschrecken und Scheuchen unvermeidlich ist. Wenn ich das mache, ziehe ich mir grundsätzlich meine Gummistiefel an und gehe zuvor damit einige Schritte um den Teich. Damit verhindere ich, dass die Koi meine normalen Schrittgeräusche mit Stress assoziieren.

Weitere Tipps von Franco
Zum Kescher. Auch hier kann man die Fische dazu „zähmen.“
Logisch, wenn der Kescher vereinzelt kommt ist es etwas neues.
Es dürfte natürlich sein dass da Hektik bei den Fischen herrscht wie bei allem was sie nicht kennen. Im Umsetzbecken wie im Teich ließ ich anfangs einfach mal den Kescher im Wasser hängen.

Bald drückte den Burschen die Neugier, das „ding“ wurde schnell inspiziert und schnell als harmlos erkannt. Immer öfter habe ich dann den Kescher bewegt oder anders platziert. Bald schwammen die Burschen dem bewegtem Kescher nach.

Irgendwann fing ich dann den ersten Fisch ohne ihn raus zu nehmen.
Kescher und Netz kannte er und der Fisch blieb ruhig. Nach ein paar Minuten durfte er wieder zu den anderen. Mittlerweile kann ich die meisten einfach mal so Keschern und ohne rausnehmen mal optisch zu untersuchen.

Der nächste Schritt war dann das rausheben in die z.b. Messwanne.

Das klappt mittlerweile alles ruhig und ohne Stress. Die Burschen wissen scheinbar das ihnen nix passiert. Ich finde das vorteilhaft. Und irgendwie werden die Fischlis immer zutraulicher. Das kostet zwar Zeit und Geduld aber es lohnt sich.

Für mich zumindest ist es das schönste an unserem Hobby

 

Ich hoffe, wir konnte Ihnen ein paar nützliche Tips geben. Falls ich Ihnen noch weiterhelfen kann, dann sagen Sie mir einfach in diesem Thema Bescheid.

Beste Grüße und viel Erfolg!

Thomas Krist

 
 
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