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Koi handzahm machenAls "Leitfisch" würde ich Ihnen zu einem Chagoi (braun, einfarbig) oder zu einem Ochiba raten. Diese Arten sind meist extrem verspielt, sehr ruhig und schon beim Händler zahm. Falls Sie bei Ihrem Händler einen Koi bemerken, der sofort auf Sie zuschwimmt und die Schnauze rausstreckt, also somit um Futter bettelt, dann wäre das der richtige Koi. Bei den vielen verschiedenen Besuchern beim Händler noch zahm zu sein, zeugt von einem sehr ruhigen und guten Charakter. Sie sollten sich unbedingt wenigstens einen Leitfisch halten, falls kein einziger Ihrer jetzigen Koi zu Ihnen kommt. Das vereinfacht die Zähmung der restlichen Koi sehr. In der ersten Zeit müssen Sie diesen Fisch immer erst an den Futterplatz locken und dann etwas Futter geben. Aufgrund der schon vorhandenen Zutraulichkeit darf das kein Problem darstellen. Dieser Platz sollte immer an der gleichen Stelle und bequem von Ihnen zugänglich sein. Die Fische müssen Sie auch aus dem Wasser heraus gut erkennen können. Ich weiß es klingt etwas seltsam, aber die Koi erkennen Sie sehr schnell am Gang und an Ihren Umrissen. Bei mir ist es schon so, wenn ich um den Teich gehe, daß sie mit mir mitschwimmen. Wenn der Leitfisch immer nur aus Ihrer Hand gefüttert wird, werden die anderen Koi wegen dem Futterneid sehr bald mit dazu kommen. Mit ein wenig Geduld werden Sie so bald die meisten Ihrer Koi an der Hand haben, aber denken Sie bitte daran, während der Anfangsphase keine schnellen Bewegungen während des Fütterns zu machen. Das ist ganz wichtig, die Fische werden erst zahm, wenn diese Ihnen absolut vertrauen. Viele Koihalter versuchen ihre Koi mit Regenwürmern zahm zu bekommen. Dazu kann ich nur sagen, dass Regenwürmer keinerlei Geruchsstoffe ins Wasser abgeben und somit für die Kois nur durch die Bewegung interessant sind. Falls die Koi sich Ihnen überhaupt nicht nähern, können sie diese Bewegungen natürlich nicht registrieren. Besser geeignet wären gefrorene Garnelen oder Seidenraupenpuppen. Diese verbreiten sehr schnell im Wasser die "Geschmacksstoffe", welche die Koi sofort aufspüren und ihnen folgen. Sie müssen dann die Garnele oder die Seidenraupenpuppe solange in Ihrer Hand behalten, bis einer der Koi diese direkt aus den Fingern nimmt. Auch hier ist natürlich einiges an Geduld erforderlich. Eine andere Möglichkeit besteht darin die Fische eine Weile hungern zu lassen und dann das Futter nur aus der Hand anzubieten, bzw. es in der Nähe des Futterplatzes einzustreuen. Sie müssen aber das Futter mit einem Futterring an der Stelle halten, damit die Koi dorthin kommen müssen. Außerdem sollten Sie sich auch an der Stelle befinden damit sich die Koi an Sie "gewöhnen". Ob nun ein großer Koi oder ein kleiner Koi leichter zu zähmen ist, läßt sich nicht eindeutig sagen. Ein schon großer Koi (über 40 cm) hat natürlich nicht mehr so große Angst vor natürlichen Feinden, da er meist schon zu groß und zu schwer ist. Diese „Sicherheit“ spürt der Koi und ist im allgemeinen beim Fressen oder an der Oberfläche ruhiger. Kleine Koi fühlen sich naturgemäß an der Oberfläche nicht allzu wohl, da sie dort immer in „Gefahr“ sind. Meistens werden sie ja gerade dort von den natürlichen Feinden gefangen (Katze, Reiher, u.s.w.). Daher auch das Fressverhalten bei kleinen Koi, die meist nur ein Futterkorn erwischen und dann sofort in rasendem Tempo untertauchen. Dieser Instinkt baut sich erst mit zunehmendem Wachstum und Größe ab und sie werden ruhiger. Sehr viele kleine Koi hingegen bewegen sich im Schwarm sehr sicher. So konnte ich bei meinem Händler beobachten, wie ein ganzer Schwarm kleiner Koi an die Futterstelle eilt und nach Futter bettelt. Halten Sie nun Ihre Hand hinein, so wird diese von hunderten von kleinen Koimäulern „abgeküßt“. Einzelne kleine Koi sind dagegen sehr scheu und mißtrauisch. Weitere Tipps von Pfiffikus Weiterhin habe ich meine Koi nicht auf meine Schritte oder meine Silhouette konditioniert. Nein, ich habe beim Füttern immer mit der linken Fußspitze auf die Steinplatte geklopft. Das hörte sich wohl so an, wie SOS. Nur wenn es klopfte, gab es Futter. Kamen sie geschwommen, ohne dass ich geklopft habe, so gab es kein Futter, sondern mit dem Finger einen Tipp auf die Stirn, das haben sie auch schnell begriffen. Hin und wieder schlich die Katze aus der Nachbarschaft um den Teich. Aber die Katze kannte den Trick mit dem Klopfen nicht.
Ich hoffe, wir konnte Ihnen ein paar nützliche Tips geben. Falls ich Ihnen noch weiterhelfen kann, dann sagen Sie mir einfach in diesem Thema Bescheid. |
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