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Klares Wasser ist gutes Wasser?

"Mein Wasser ist glasklar, also ist alles in Ordnung mit meinem Filter und mit den Wasserwerten" - ja diese Legende hört oder liest man öfters mal.

Fakt ist, dass die gefürchteten Fischgifte Ammoniak und Nitrit farblos sind und demzufolge auch im klaren Wasser vorkommen könnten. Ob genügend Sauerstoff im Wasser gelöst ist, kann mit bloßem Auge auch nicht festgestellt werden.
Fakt ist auch, dass eine Trübung des Wassers, beispielsweise durch Grünalgen die Sichtweite stark verringert, aber dieses Wasser könnte trotz seiner Trübung hervorragend für Fische geeignet sein.

Wer das nicht glaubt, möge sich mal einen Vergleich vorstellen - nicht appetitlich, doch hoffentlich sehr einprägsam!
Stellt euch vor, jemand hat gerade das große Geschäft auf der Toilette erledigt. Gelüftet wurde noch nicht. Ein Betrachter soll nun die Luft in dieser engen Kabine begutachten. Er meint: "Es ist glasklare Luft in der Kabine. Kein Nebel, keine Trübung, keine Braunfärbung der Luft. Also ist in der Kabine eine erstklassige Luftqualität!"
Wäre das Urteil dieses Betrachters zutreffend? Wohl kaum! Aber genau unter einem solchen Fehlurteil haben viele Fische in den Teichen dieses Landes zu leiden. Die Besitzer verzichten auf einen Filter, weil das Wasser ja schon ohne Filter klar ist.

Solche Leute möchte man am liebsten mal in eine Kabine sperren und wöchentlich bestenfalls 10% der Luft durch Lüften austauschen.

 

 

Diskussionen rund um dieses Thema, Ergänzungen und Präzisierungen sind im Forum gerne gesehen.

 
 
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