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Patronen bleiben offen

Der Patronenfilter wurde anfangs ohne Vorfilter betrieben. Der IBC wirkte sowohl als Absetzkammer, als auch als Biofilter. Und obwohl der Filter eine enorme Schmutzfracht zu verkraften hatte, setzten sich die Patronen bisher nicht ein einziges Mal zu! Der Niveauunterschied zwischen dem Wasserspiegel innen und außen betrug nie mehr als einen Zentimeter, meist wesentlich weniger. 

Dass die Patronen frei blieben und nicht verschlammten, führe ich auf diese Punkte zurück:

  • Sehr geringe Anströmgeschwindigkeit des Wassers gegen die Patronen. Schwebende Teilchen wurden dadurch nicht ins Innere der Patrone gespült, sondern blieben außen hängen. Hier bildet sich eine Art "Filterkuchen", der wesentlich kleinere Poren hat, als der Schaumstoff. Die Patronen filtern also sehr fein.

  • Die Patronen sind beweglich ohne jegliche Stützvorrichtung im Filter montiert. Sobald sich eine Partie Schaumstoff zusetzen sollte, bedarf es nur einer Bewegung der Patrone, die den Schlamm kneten würde und damit wieder eine freie Pore schafft. Und wenn eine Pore da ist, strömt etwas Wasser vorbei und Kleinkrebse, Einzeller und andere Sauerstoff liebende Einwohner des Schaumstoffs können sich um die Verstopfung kümmern.
    Bewusst wurde hin und wieder für leichte Bewegung in den Patronen gesorgt, indem zum Beispiel mal ein Eimer Wasser in den IBC gekippt wurde. Die Patronen schwankten wie Seetang in der Brandung hin und her.

  • Keine Gewalt! Wenn sich die Patronen doch einmal ein wenig verstopft hätten, wäre der Filter im T-Stück übergelaufen. Keinesfalls hätte dann eine Pumpe, die an den Patronenrohren saugt, größeren Druck aufgebaut und zusätzlichen Dreck in den Schaumstoff gezogen.
  • Anfangs wurde der Filter von Schnecken bewohnt, die den Belag auf den Patronen abweideten. Deren Bedeutung für das Freihalten der Patronen hatte ich anfangs unterschätzt. Es geht auch ohne deren Hilfe.

Auf dieser Abbildung ist der "Filterkuchen" auf den Patronen zu erkennen.

Patronenfilter Eigenbau

 

Fazit: Die Patronen setzten sich trotz massiver Belastung des Filters mit festen Stoffen auch nach einer längeren Zeit nicht zu. Eine Patrone wurde eigens dafür zerschnitten, um zu sehen, wie es in ihrem Inneren aussieht, nachdem sie ein volles Jahr ununterbrochen ohne manuelle Reinigung im Einsatz waren. 

Die Abbildung zeigt den mittleren Teil der aufgeschnittenen Patrone.

Patronenfilter Eigenbau

Am unteren Ende wird die Patrone zur Befestigung auf das 50-er HT-Rohr aufgesteckt. In diesem Bereich kann die Patrone nicht durchströmt werden. An diesem Ende der Patrone entsteht Schlamm, der im Inneren wahrscheinlich anaerob ist. Das ist allerdings kaum bedenklich, denn diese Zone wird ja nur anlässlich einer Filterreinigung angerührt und da wird der anaerobe Schlamm nicht in den Teich gespült.

Patronenfilter Eigenbau Verschmutzung

 

 

Die frei schwimmende Anbringung der Patronen ohne irgendwelche Stützrohre hat sich bewährt. Die Patronen werden mit der Schmutzfracht fertig.

 

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