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LotharGehlhaar - Teichbauforum

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BeitragVerfasst: Di 27.Dez 2016 21:32 
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Hallo an alle,

ich wollte wie in den vorherigen Threads angekündigt, einen Zwischen- oder hoffentlich Abschlussbericht zu meinen Blaualgenproblemen geben.

Eventuell kann ich jemandem helfen der absolut ratlos bei unklaren Problemen ist.

Mich hat es 5 Jahre "gekostet" - über die anderen Kosten reden wir mal nicht. Ich war auch ein paarmal kurz vorm Zuschütten.

Den Werdegang könnt ihr gerne hier nachlesen:

viewtopic.php?f=1&t=15510
viewtopic.php?f=8&t=17459
viewtopic.php?f=8&t=19118
viewtopic.php?f=8&t=18017
viewtopic.php?f=8&t=18498

.... so sollten sich auch Fragen zu den Jahren 2011-2016 erübrigen!

Ich mache jetzt auch kein großes Gewese und verwende einfach meine Aufzeichnungen aus den Jahren - ohne Bilder die sind in den Threads oben zu finden. Auch werde einige die Ausführungen kennen da ich sie ja in Papierform öfters mal mithatte ( und auch bei meinen Bitten um professionelle Hilfe immer mitsandte). Ich will nur mein Versprechen einlösen und berichten.

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Grüße aus Magdeburg

Jens


ordentlicher Koiteich mit Trommelfilter Tri3, drei echt starke Pumpen PP30 von Aquariolux und eine perfekte Steuerung von Teichtech.


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BeitragVerfasst: Di 27.Dez 2016 21:35 
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2011 - da fing der Mist an

Bisherige Beobachtungen
1. Wasser wurde langsam leicht trübe milchig
2. Ca. ab 15. August begann der Eiweißabschäumer stark zu schäumen. Bis zu 1cbm Schaum stand am Schaumablauf.

Dateianhang:
DSC08410.jpg
DSC08410.jpg [ 6.54 KiB | 6257-mal betrachtet ]


Da es mehrmals stark geregnet hatte vermutete ich Verunreinigung durch Staub. 21.8. meine Standardtests gemacht
Wassertest Ammonium unter 0,5 mg/l, Nitrit unter 0,01mg/l Nitrat irgendwo zwischen 1 und 5 mg/l (eher Richtung1), also ohne Befund mit JBL Tröpfchentest
PH mit Teststreifen bei 8

3. Weitere Schaumzunahme mit Blasen auf dem Wasser und Schaumkrone auf dem Skimmer.
Auffällig: Schaum zerfiel kaum und stand lange.

4. Algenbelag „verschwand“ – es sind keinerlei Algenbeläge mehr im Teich, alles braun und schmierig, auch an den Steinen

5. Stärkere milchige Trübung, man kann nicht mehr bis zum Grund sehen
6. Der automatische Trommelfilter, der sonst alle 15 Minuten spülte, spülte nur noch alle 30-40 Minuten.

7. Am 23.08. stellten die Fische das Fressen ein, am 25.08. begannen sie nach Luft zu schnappen. Wasser wurde noch trüber.

8. UVC gewechselt (2 Jahre alt)

9. Beginn Wasserwechsel (bei 165cbm Teichinhalt und 1cbm pro Stunde …….)

10. 26.08. Nach Rücksprache mit Freunden -Verdacht auf Giftanschlag auf Teich - 5kg Montmorillonit/Bentonit eingestreut, leider erst hinterher Wasserprobe genommen.

11. Am nächsten Tag einen Test aus der Schule: Wasserläufer auf einen Eimer mit rausgeschöpftem Wasser gesetzt, eingesunken. Auf den Teich gesetzt – er ist losgerannt. 3x wiederholt. Also hat irgendetwas die Oberflächenspannung des Wassers genommen – mir fällt Geschirrspülmittel ein –bloß wie viel braucht man bei 165m³ Wasser….




12. 27.08. Fische fressen wieder

13. Auffällig: Gewebe des Trommelfilters sauber weiß wie am ersten Tag (sonst immer braun schmutzig) Helix-Schwimmkörper, die sonst hellbraun sind, sind strahlendweiß wie vor 2 Jahren beim einschütten!

Wasser zum Testen gegeben bis jetzt nichts gefunden
Außer Standardtests direkt suchen lassen:
„Da ich einen Giftanschlag durch Wasch-oder Geschirrspülmittel vermute, bitte ich um entsprechende Testung. Zur Sicherheit bitte auch auf TyfocorLS (Solarflüssigkeit, Datenblatt anbei)“
Ergänzt um Schwermetalltest.
14. Am 2.9. Filter gestartet Aqua5dry und Kanne Brottrunk jeweils in halber Dosis bezogen auf 165000 Liter. In der Nacht Starkregen (30l/m²)
15. Am 3.9.: Fische fressen nicht mehr, liegen unten und scheuern sich wie irre. Wasser schäumt, ist aber klar! Woran lag`s?
16. Am 5.9. 2 Fische rausgefangen und zur Untersuchung gebracht: keine Parasiten, Schleimhaut und Kiemen top –„ die sind prächtig und kerngesund“
17. Wieder Wasserwechsel bis einschließlich 8.9. 120cbm, dazu die restlichen 2kg Bentonit.
18. Anruf vom Labor –nix gefunden: Ammonium und Nitrit Null (komisch, ich hatte was gefunden), Nitrat bei 10 (ups). Leitwert 540 –top, PH 8,1 keine Chemikalien und Schwermetalle!
19. Am 9.9. die Fische fressen wieder. Wasser schäumt nicht mehr. Lag`s am Bentonit oder an der gewechselten Menge?
20. Weitere Edasilgaben alle 2 Wochen
21. 100kg Muschelgit zur Teichstabilisierung, wegen Gefahr Säuresturz bei Starkregen
22. Dezember 500kg Salz als Hilfe für Fische

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Jens


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BeitragVerfasst: Di 27.Dez 2016 21:37 
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2012 - Stochern im Trüben, Edasil als Notlösung

Winter 2011-2012 500kg Salz, dann keine Probleme im Winter……
Brunnenwasser enthält 10mg Nitrat je Liter.
Von 2009-2011 kam kein Tropfen Brunnenwasser in den Teich, trotzdem passierte 2011 genau dasselbe. Ebenfalls hoher Nitratwert!
Erst seit Herbst 2011 nehme ich auch Brunnenwasser wegen der Karbonathärte….
Nach jedem Starkregen Probleme. Lösung Edasil …. Jeweils 2-4kg…..
600l Helix für 19 Fische bei 165 Kubikmetern Wasser. Sollte eigentlich reichen. Aber Helix ist weiß ohne Besiedlung.
Fadenalgen zerfallen in Teichwasser, Wasserflöhen geht es prächtig!
Von 2009-10 gab es Fadenalgenim Teich, Im Frühjahr 2011 verschwanden sie nach und nach, ehe im Sommer die Probleme begannen.
Nicht eine Alge, nix grünes im Teich…..
Lösung 2011: Edasil (Tonmineral) 50kg und im Spätherbst 500kg Salz!
Nun in 2012 im Sommer nach starkem Regen dasselbe Problem!



August 2012 - Wofasterilbehandlung 3x alle 8h – keine Wirkung, erneut regelmäßig Edasil eingesetzt.

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BeitragVerfasst: Di 27.Dez 2016 21:41 
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2013- zahlreiche Versuche dank Tipps von Freunden - ständiges Auf und Ab

- Tierarzt Dr. Mensing am Teich, da 2 Fische Probleme haben…
- Teich sieht durch Edasil wie Güllegrube aus.
- Wasserproben genommen: Blaualgen; kein Zooplankton, Fäkalbakterien
- 1. Versuch:Teichleerung, Desinfektion mit Wofasteril
- Fische im Hälterungsbecken, 2 Fische behandelt, alles wieder okay
- Nach Neubefüllung nach 2 Wochen das gleiche Problem!
- 2. Versuch: Algosol gegen Blaualgen
- Fische liegen weiter ab und fressen nicht
- Es schäumt weiter, nach 1 Woche Edasil rein 
- 3. Versuch: Fische raus, Schnellchlorung, Kaliumpermanganat, dann Leerung
- Neubefüllung mit Brunnenwasser – schon während des Füllens Braunfärbung der Wände und Schäumen - Blaualgen wieder da
- 4. Versuch: nach Hinweis von B. („Mikrobe“) Teich überstaut, 1. Schnellchlor rein, dann Chlordioxid und nach 24h 1kg Kaliumpermanganat
- Teich nur mit Leitungswasser befüllt, alles schien okay zu sein….
- Nach 1Woche im Kurzurlaub Anruf von zu Hause „du das Wasser schäumt, die Fische hängen an der Oberfläche“ …..
- Fetrilon eingesetzt, 2 Tage Verbesserung, dann weiter Schäumen und Ablegen der Fische
- Edasil rein…..
- 5. Versuch: Nach Rücksprache mit B. Teich erneut überstaut, Chlordioxid rein, dann KPM rein, abgelöscht und 20cbm Wasser gewechselt, dabei Edasil versucht rauszuholen…..
- TSEMA –Mikroorganismen rein -Fischen geht es prächtig
- Nach einer Woche: Fische hängen oben oder liegen unten, Wasser schäumt 
- Edasil bis zum Winter……

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Zuletzt geändert von Jens am Di 27.Dez 2016 22:04, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Di 27.Dez 2016 21:43 
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2014 - langsam gehen die Ideen aus!


- Planung Teichbeschattung bzw. Abdeckung mit schwarzer Folie
(alle raten davon ab, obwohl Dunkelkur im Aquarium hilft)
- Phosphatbinder zum „Verhungern lassen“
- Planung Chlordioxiddosierung
- Planung Ozongenerator

- Im April Teichbeschattung angebracht; Chlordioxiddosieranlage eingebaut (80ml täglich; 8x10ml)
- Phosphatbinder eingestreut trotz nicht nachweisbaren Phosphats ( von ASA und von Söll Phoslock Algenstopp)
- Fischen geht es gut
- Entsorgte Teichbepflanzung neu angelegt 
- Zweimal Phoslock nachdosiert in Überdosierung!
- Juli: es schäumt; Fische hängen, Pflanzen Schwimminsel werden gelb (also hat Chlordioxid und Phoslock nicht geholfen!)
- Edasil rein

- B. („Mikrobe“) empfiehlt die Kaliummethode aus einem Feldversuch von Fischzüchtern - er investiert sehr viel Zeit in die Beratung obwohl er nichts davon hat!
- Versuch: Kaliumpermanganat Desinfektion, Absaugung Wasserwechsel, dann 90kg Kaliumsulfat rein
- Ozongenerator provisorisch stundenweise in Betrieb ( 5mg mit Sauerstoffkonzentrator) da Ozon das Blaualgengift Microcystin gut zersetzt
- Fischen geht es gut
- Im November weist Exomed erneut einige Blaualgen nach, also die letzten 25kg Kaliumsulfat rein bevor die Bälle draufkommen
-

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BeitragVerfasst: Di 27.Dez 2016 21:52 
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2015-Part 1

Kaliumsulfat steht bereit, Kaliumpermanganat steht bereit, Edasil steht bereit

- aktuell keine Blaualgen da laut Exomed
- Startversuch: 19/20. 4. Bälle runter, Absaugung, Sonnensegel drüber,
- UV aus (erstmals seit mehreren Jahren!
- 30l TSEMA rein, (Versuch Verdrängung und Änderung der Wasserwerte)
- TSEMA neu angesetzt, neue Gabe geplant 9./10. Mai

30.4.2015 Teilnahme am Webinar Algen Frau Dr. …. - interessant, hat angeboten sich das Material anzuschauen…..
Trotzdem ich alles Material zur Verfügung gestellt hatte blieben aus dieser Richtung Rückfragen oder Ideen völlig aus. Schade. Aber offenbar war mein Problem kein Standardproblem.

Im Prinzip bleibt nur noch Zuschütten.
- Juni: schäumendes Wasser, Fische hängen ab….. der PH liegt bei 9,00

Aus Mikrobes zahlreichen englischsprachigen Artikeln rausgezogen (auch ihm war die Zähigkeit der Blaualgen unheimlich, aber er unterstützte mich trotzdem weiter!), die aus der kommerziellen Nahrungsfischproduktion stammen, nochmals alle Informationen für mich rausgezogen:
1. Salz hilft nicht, eher Futter…
2. KMP hilft, aber nur kurzzeitig….
3. Kaliumsulfat muss ständig in hoher Konzentration vorgehalten werden, sonst sind die Blaualgen sofort wieder da.
4. Cyanos überstehen als Akineten Vulkanausbrüche und Eiszeiten - über tausende Jahre überlebensfähig ….
5. Giftproduktion dient wahrscheinlich auch zum Schutz vor Nahrungskonkurrenten…..

Und …. Die PH-Wert-Erhöhung ist immer zu beobachten, auch wenn das Wasser klar und offenbar unbelastet ist, die Cyanos schaffen sich so selbst das Milieu, das sie brauchen!


Die Sache mit den Teichzuschütten stand nun unmittelbar bevor…..

Da ein Fisch immer schlanker wurde und keine Nahrung aufnahm, hatte ich eine wirklich kompetente Fischtierärztin am Teich – Tosa und Rollikoi wissen wen… - die sich auch ihre Gedanken zur Blaualgenproblematik machte und eine sehr gute Idee hatte.

Vereinfacht gesagt: Huminsäure zur PH-Senkung und gleichzeitigen Veränderung der Lichtdurchlässigkeit.
Ich studierte nun die Seiten von Weinböhla zum Thema Huminsäuren. Las sich gut….
….. nur ging es bei mir ja nicht um eine kurzzeitige Bekämpfung ( da ist KMP genauso gut) sondern im Prinzip um eine Veränderung der Parameter für mehrere Jahre. Und die war nicht bezahlbar….

Einen Gedanken hatte ich noch: Was machen die Huminsäuren????
erstens: PH senken ……………… zweitens: Verdunkeln
Nun ja, zweitens hatte ich schon gemacht …..
Also Senkung des PH-Wertes … über eine PH-Steuerung. Dafür habe ich einige Leute angepingt, die dazu mal was geschrieben hatten. Antworten blieben vage, insbesondere Bilder etc. gab`s nicht, aber ich fand doch einiges im Netz.
In einem längeren Telefonat mit Mikrobe (so 2h ) – wie gesagt war er der Einzige der bereit war Zeit und Nerven in Hilfe für mich zu investieren und nicht aufzugeben obwohl kein Ruhm zu gewinnen war – erläuterte er mir alle Nachteile meiner Idee mit der Salzsäuredosierung. Hätte ich mal nicht gefragt. Er kommuniziert das immer sehr direkt und als Empfänger muss man mit dieser Form der Informationsübermittlung erst mal klarkommen. Dass ihm die Blaualgen auch etwas unheimlich waren, glaubte ich aber herauszuhören und dass andere umsetzbare Ideen ihm auch gerade nicht mehr einfielen.

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BeitragVerfasst: Di 27.Dez 2016 21:56 
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2015 - Part 2

Okay, nach 2 schlaflosen Nächten, weil ich das Leiden der Fische nicht mehr sehen konnte – die Kilos Edasil halfen immer nur kurz, der PH lag bei über 9, bestellte ich zwei PH Steuergeräte, eine Dosierpumpe und Salzsäure.

Steuergeräte bestellte ich mir zwei einfache bei Koikichi – zuerst wollte ich die im Koffer, aber na ja …. zum Festeinbau reichen die ohne, da der Koffer zwar nett zur Lagerung ist aber sonst eher stört.
Erreichen wollte ich einen PH-Wert von 6,8 aktuell lag er bei 9,5.
Zur Absicherung schaltete ich beide Geräte in Reihe mit 0,1 Unterschied. Zwar eine primitive Lösung, aber wie man beide Geräte so an eine Steckdose (Dosierpumpe) anschließt, dass diese nur Strom hat wenn beide es melden, weiß ich nicht.
Dosierpumpe gabs bei Gemke.

Als endlich die Salzsäure eintraf, habe ich erstmal gemischt…. 1l der 33% in 20l Wasser. Dabei war ich recht ängstlich aber besser so als das was passiert. Der Spruch war „Erst das Wasser, dann die Säure, sonst passiert das Ungeheure.“ Lange Klamotten und Taucherbrille hatte ich trotzdem auf…
Da lt. Hinweisen der PH nur um 0,1 pro Tag gesenkt werden sollte, lag wohl ein längerer Weg vor mir. Aber mal eine ehrliche Frage: Wer misst den PH-Wert des Transportwassers und vergleicht es mit dem des Teiches und gleicht beide in 0,1 Schritten täglich an…..
An dem Abend lag der PH bei 9,6, die Fische hingen oben…. und ich stellte die Steuerung auf 9 ein. In der Nacht machte ich mehrere Kontrollen oder ehrlich gesagt ich schlief sehr schlecht vor Sorge. Morgens war PH 9 erreicht und die warmgelaufene Dosierpumpe kühlte langsam ab. Nächster Schritt PH 8,5. Der war bis zum Abend erreicht…. ging irgendwie schneller. Lange Rede kurzer Sinn, binnen 48h war PH 6,8 erreicht. Für mich viel wichtiger: die Fische schwammen wieder im Teich herum und fraßen!
Seitdem läuft die Steuerung am Teich. Den Fischen geht’s gut. Als Idiotensicherung habe ich noch 50kg Austernschalen in Säcken in der Helixkammer.
Lieber wäre mir natürlich, ich würde keine Dosieranlage brauchen, aber ich vermute, dass die Blaualgen wiederkommen würden oder besser gesagt, die giftproduzierenden Blaualgen wieder auftreten.

Dateianhang:
Steuergeräte PH in Reihe.jpg
Steuergeräte PH in Reihe.jpg [ 190.38 KiB | 6226-mal betrachtet ]

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Zuletzt geändert von Jens am Di 27.Dez 2016 22:07, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Werbung, um Taler einzunehmen
Verfasst: Sa 28.Jan 2023 7:11 
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BeitragVerfasst: Di 27.Dez 2016 22:02 
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2016 - endlich ein entspanntes Jahr

- Salzsäuredosierung läuft – der Aufwand ist vertretbar
- Fadenalgen wachsen auch bei PH 6,8 …. ich freue mich aber drüber denn ich hatte jahrelang nix grünes im Teich!
- Pflanzen in den Körben und auf den Pflanzinseln wachsen prächtig
- Exomed-Test: es sind zwar Blaualgen neben zahlreichen anderen Algen vorhanden, aber nicht mehr die 2 Arten die Gift produzieren, also offenbar ein normales Milieu.
- Den Fischen geht es gut, sie wachsen prächtig und erstmals verstehe ich, wieso Leute so viel Futter im Jahr verbrauchen.

Fazit:


Wenn man scheinbar nix findet, sollte man nach Blaualgen suchen. Ich habe lange nicht gewusst was los ist. Wenn man Blaualgen als Ursache der Probleme ausgemacht hat (und hoffentlich nicht schon wie ich Regen, Folie, Feldsteine, Rand, Pavillon etc. aufwändig untersucht bzw. verändert hat), hilft keine Lösung von der Stange. Und "Mikrobe" ist jemand, der nicht so schnell aufgibt und sich nicht entspannt zurücklegt und "erst mal beobachtet" - was einem bei anderen durchaus passieren kann.

Ehe nun Fragen oder Tipps kommen - danke, schon alles durch, siehe da:

viewtopic.php?f=1&t=15510
viewtopic.php?f=8&t=17459
viewtopic.php?f=8&t=19118
viewtopic.php?f=8&t=18017
viewtopic.php?f=8&t=18498

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Jens


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BeitragVerfasst: Di 27.Dez 2016 22:14 
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Interessante ausführliche Schilderung der Vorgänge. :thumbsup:

Nach meinem Geschmack etwas viele Aktionen, aber zum Glück mit Happy End.

Grüsse,
Frank

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BeitragVerfasst: Di 27.Dez 2016 22:53 
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Hallo Jens,

schön, dass Dein Problem im Griff zu sein scheint. Und danke dafür, dass Du uns an der Lösung teilhaben lässt.
Über die Kompetenz der genannten Tierärztin sind wir uns ohnehin einig.


Pfiffikus,
der auch erleichtert ist, dass nicht noch ein in Verdacht geratener Mammutbaum prophylaktisch dran glauben musste


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