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LotharGehlhaar - Teichbauforum

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 Betreff des Beitrags: Kalksandstein im Boden abdichten?
BeitragVerfasst: Di 03.Jul 2018 14:14 
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Anonymer User

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Hallo Forenmitglieder!

Ich bin neu hier und habe schon viel im Forum gelesen, jedoch komme ich mit einer Frage nicht wirklich weiter:

Wir haben unseren Teich (1,5m tief) mit Kalksandsteinen rechteckig gemauert / geklebt. Von innen soll er mit Flies und darauf Folie ausgekleidet werden, die weil der Kopf oben gerade abschließt, an eine an die Wand geschraubte Kappleiste geklebt wird.

Nun haben wir vom Teichbauer die Empfehlung bekommen ihn von außen mit Sand anzufüllen und nicht weiter abzudichten.

Nachdem ich etwas recherchiert habe stellt sich die Frage, ist das so die beste Variante, sollte man besser von außen (bspw. mit Dichtschlämme und Noppenbahn) abdichten oder schadet es evtl. sogar?

Das Argument nicht Abzudichten sei, dass das entstehendes Schwitzwasser zwischen Folie und Innenseite der Wand so weiter nach außen kann. Auf der anderen Seite bestehen Bedenken bzgl. Durchfeuchtung im Erd- bzw. „Sandreich“ und daraus resultierenden Frostschäden im oberen Bereich.

Bei den Kalksandsteinherstellern gibt es auch beide Lager, die einen schreiben immer eine Abdichtung vor, (wobei hier sicher von Wohnräumen ausgegangen wird, was mit der Anwendung hier am Teich nicht ganz vergleichbar ist.) die andern berichten, dass bei Versuchen der Stein nach 20 Jahren im Erdreich noch keine Schäden hatte.

Habt Ihr evtl. Erfahrungen mit und ohne Abdichtung bei Kalksandsteinen und könnt eine Empfehlung geben?

Vielen Dank schon einmal mal vorab dafür!

Gruß, scooter.


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BeitragVerfasst: Di 03.Jul 2018 17:03 
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Anonymer User

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Hallo,

Würde es Einfach mit einer Noppenfolie ( wie bei der Kellerabdichtung) verarbeiten und im oberen Bereich eventuell zuerst noch eine Styrodur -Beschichtung anbringen.

Mfg.


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BeitragVerfasst: Di 03.Jul 2018 21:05 
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Anonymer User

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Hallo,
ich würde mich meinem Vorredner anschließen.
Kalksandsteine sind frostsicher und brauchen i.d.R. keinen Schutzanstrich etc..
Andererseits sind die Steine zum Mauern im Hochbau gedacht. Grundsätzlich ist es langfristig nachteilig, wenn im Boden immer vorhandene Feuchtigkeit oder gar Grundwasser am Bauwerk ansteht. Der Stein nimmt über Kappillarwirkung in gewissem Umfang diese Feuchtigkeit auf. Um das aufsaugen von Feuchtigkeit zu verhindern wird im optimalen Fall an der Wand eine Kapillarsperre angebracht (an Häusern in Verbindung mit Dränagen) Für Deinen Fall reicht die günstige Noppenfolie, die im Hausbau .u.a als mechanischer Schutz der Isolierung eingesetzt wird. Die Styrodurplatten verhindern die Frosteinwirkung und verhindern zudem ein zu starkes Auskühlen im Winter. Bei unbeheiztem Teich reicht die Isolierung der obere Zone (optimal 1m). Als Isolierung funktioniert das im Erdreich aber nur mit Dämmstoff der in feuchter Umgebung (Lehm hat z.B. über 20% Wasseranteil, Sand je nachdem etwa 6-15%) wirksam bleibt also z.B. Styrodur (Stichwort Perimeterdämmung) kein Styropor!
Man kann auch statt Noppenfolie Dränagesplitt als Hinterfüllung verwenden (Körnung z.B. 8/16 mm o.ä) Das wäre auch ein Kapillarwassersperre. Bei hoch anstehendem Grundwasser wäre natürlich ergänzend eine Dränage zu empfehlen.
Gruß Georg

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BeitragVerfasst: Di 03.Jul 2018 22:42 
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Beiträge: 1111
Ich würde kein Bauwerk im Erdreich aus KS ohne Sperre gegen Feuchtigkeit errichten.

Selbst mein Filterkeller aus Betonschalsteinen bekam eine Bitumen-Dickbeschichung aussen aus Deitermann Superflex 10 und die Stürodurplatten verpasst. :hallo:

Ich sehe die Errichtung dieser Bauwerke genauso pingelig wie beim Hausbau. :D

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BeitragVerfasst: Mi 04.Jul 2018 7:39 
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Anonymer User

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Hallo Thorsten,
ein Schutzanstrich alleine kann häufig auch nachteilig sein, weil er den Feuchtigkeitseintrag zwar von der einen Seite weitgehend verhindert . Aber was ist mit der anderen Wandseite?.
(Achtung, so ein Anstrich ist entgegen der landläufigen Meinung nicht dicht und keinesfalls zugelassen bei drückendem Wasser! Wenn am Anstrich dauerhaft Wasser oder hohe Feuchtigkeit ansteht nutzt der Anstrich nämlich nix. Dabei ist die Wassermenge gar nicht entscheidend sondern vorrangig die Höhe der Wassersäule bzw. bei Feuichtigkeit die Dauer der Einwirkung. Und z.B. bei angrenzendem Lehmboden mit 20 % Wasser ist es nur eine Frage der Zeit bis die Feuchtigkeit durch den Anstrich zieht. Schau dir mal genau den Regelaufbau von Kellerwänden an. Wie so oft muss das Gesamtpaket passen. man kann sich nicht ein Bauteil rauspicken und andere Sachen weglassen. Das funktioniert dann zumeist nicht mehr bzw. nicht mehr so wie man es eigenlich geplant hat.)

Der Stein muss "atmen" können, sonst gammelt er mit der Zeit über viele Jahre eben geschuldet der Tatsache, dass solche Steine u.a. und insbesondere für Außenmauerwerk im Hochbau gedacht sind. Die werden z.B. durch Regen nass und trocknen anschließend wieder.
Anstrich ja, wenn das Geamtpaket schlüssig zusammenpasst.
Ich würde deshalb nur die Noppenfolie nehmen. Billliger, einfacher und in dem Fall besser.
Die Feuchtigkeit bleibt fern und zwischen Stein und den Noppen kann Luft zirkulieren bzw. Feuchtigkeit allmählich entweichen. Das gleiche gilt auch für die Splitthinterfüllung, weil zwischen den groben Körnern genug Luftraum bleibt.
Gruß Georg

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BeitragVerfasst: Do 05.Jul 2018 11:01 
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Anonymer User

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Erst einmal Vielen Dank für die guten und sachlichen Antworten! Finde ich super :-)

Daraus folgt, die eigentliche Frage wäre also: => Entsteht wirklich Feuchtigkeit zwischen Teichfolie und der Kalksandsteininnenwand – die dann nach außen ab lüften müsste oder ist damit eigentlich nicht zu rechnen??

(Mir käme es jetzt nicht auf Kosten der Dichtschlämme an (Teich ist nicht so riesig und ich würde sie außen selbst aufbringen und zusätzlich die Noppenbahn davor stellen) -> möchte aber mit der Schlämme ggf. auch keine Schaden verursachen.)

Gruß, scooter.


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BeitragVerfasst: Sa 07.Jul 2018 8:27 
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Anonymer User

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Hallo scooter,

Im Erdreich bildet sich immer feuchtigkeit und Kalksandsteine sind nicht für Dauerfeuchtigkeit geeignet, zudem gibt es auch dort unterschiedliche Güteklassen, welche die unterschiedliche Festigkeit bestimmen.
Im unteren Bereich würde ich daher immer betonieren, weil dort auch die höchsten Drücke entstehen.

Grüße Heribert


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 Betreff des Beitrags: Werbung, um Taler einzunehmen
Verfasst: Do 16.Jul 2020 16:44 
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BeitragVerfasst: Di 10.Jul 2018 11:21 
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Hallo Heribert,

die Frage stellt sich nicht mehr, da der Teich schon aus KS gebaut ist.

Für mich stellt sich nur noch die Frage, ob mit Feuchtigkeit zwischen Teichfolie und der Kalksandsteininnenwand zu rechnen ist ??? – die dann nach außen ab lüften müsste?

• Wenn NEIN, würde ich außen zur Bauwerksabdichtung Dichtschlämme aufbringen.
• Wenn JA, gebe ich den Sack im Baustoffhandel wieder zurück und folge dem Vorschlag von Georg und stelle die Noppenbahn (mit Noppen zur Wandseite) davor.

Danke nochmal und Gruß, scooter...


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BeitragVerfasst: Mo 13.Aug 2018 6:41 
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...ich hole die Frage, ob mit Feuchtigkeit zwischen Teichfolie und der Kalksandsteininnenwand zu rechnen ist, noch mal hoch ;-)

Gruß und Danke vorab!
scooter


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BeitragVerfasst: Mo 13.Aug 2018 8:16 
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scooter hat geschrieben:
...ich hole die Frage, ob mit Feuchtigkeit zwischen Teichfolie und der Kalksandsteininnenwand zu rechnen ist, noch mal hoch ;-)

Gruß und Danke vorab!
scooter


Hallo scooter, wie soll dir jemand diese Frage beantworten.
Niemand kann in die Zukunft deines Teiches schauen.

Es wird immer Erdfeucht sein.
Soviel ist gewiss.
Mach die Noppenbahn dran und gut ist.

Bring den Sack wieder zurück.

Du hast doch jetzt nicht ernsthaft vom 10 Juli bis heute mit dem Teichbau und auf eine Antwort der Frage gewartet?

_________________
Gruß
Florian

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36.000l, 175cm tief, 20Koi bis 75cm, ITF 50Trommelfilter, 10% Biofilter mit Japanmatten und statischen Helix, 200x50cm Sichtscheibe


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